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Ausflug Grenzmuseum Schifflers Grund

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Erstellt am Montag, 11. Juni 2018 Zuletzt aktualisiert am Montag, 11. Juni 2018 Geschrieben von Karl Goller

Freiwillige Feuerwehr Körle
Seniorenabteilung

Es ist schon gute Tradition geworden, dass sich die Feuerwehrsenioren aus Körle mit ihren Seniorenkameraden aus der Partner -FW Floh zu gemeinsamen Ausflügen treffen. Diesmal hatte man sich zum Besuch des Grenzmuseums „Schifflersgrund“ am Donnerstag, den 24. Mai 2018 verabredet. Der Standort ist in der Gemeinde Asbach-Sickenberg nicht weit vom der Stadt Bad Sooden-Allendorf entfernt. Einige Bürger um Bad Sooden-Allendorf hatten hier die Idee, die Grenzanlagen nach der Grenzöffnung 1989 zu sichern und das Museum auf einem Teilstück direkt an der innerdeutschen Grenze anzulegen.
Es gibt ein großes Freigelände, sowie Zoll- und Kontrollbaracken. In diesen Räumen wird anschaulich die Entwicklung und Veränderung der Region nach dem zweiten Weltkrieg dargestellt. Ein weiteres Thema sind die Verschiebung etlicher Gemeinden zwischen Hessen und Thüringen (Ost und West), sowie der Bau der Sperranlagen seit 1952. Da viele DDR-Bewohner ihre ostdeutsche Heimat verließen, verschärfte die DDR-Regierung die Grenzsicherung durch Selbstschußanlagen, Mienenfelder und Hundelaufbahnen. Bis 1984 waren Grenzpfosten mit Splitterminen versehen. Diese wurden danach durch stromgeladene Signalgrenzzäune ersetzt, die bei Berührung einen Alarm auslösten. In dem Museum „Schifflersgrund“ sind ca. 1500 Meter dieser Sicherungsmaßnahmen noch original erhalten (Metallgitterzaun, KFZ-Sperrgraben, Spurensicherungsfeld und befestigter Kolonnenweg). Erdbeobachtungsbunker und Beobachtungsbunker bis zu 12 Meter Höhe, zum Abhören des „feindlichen“ Funkverkehres und fotografieren, waren von den Grenztruppen ständig besetzt. Für die Mobilität standen Fahrzeuge, wie der „Kübel Ost und West“, und Hubschrauber zur Verfügung. Exemplare der Grenztruppen Ost und Bundesgrenzschutz sowie Zollgrenzdienst West sind zur Ansicht ausgestellt. Auch können Originale Selbstschußanlagen , Suchscheinwerfer, die DDR-Grenzsäule und der Grenzpfahl der hessischen Seite, Uniformen und Geldnoten angeschaut werden.
In der Zeit des Bestehens der DDR haben über zwei Millionen Menschen Ostdeutschland verlassen, die meisten über Berlin. Vielen gelang die Flucht auch noch nach dem 13. August 1961 durch Mienensperren und Metallgitterzäune. Viele aber bezahlten die Fluchtversuche auch mit dem Tod.
So starb auch in der unmittelbaren Nähe der Museumsanlage am 29. März 1982 der Zivilarbeiter Heinz-Josef Große. Er führte Jahre lang mit seinem Schaufelbagger Erdarbeiten direkt am Grenzzaun aus. So auch an diesem Tag. Seine Bewacher fühlten sich abgelenkt, als sich von oben die Streife des Bundesgrenzschutzes und von unten Beamte des Zollgrenzdienstes näherten. Um nach den Rechten zu sehen, entfernten sie sich mit ihrem Jeep vom Einsatzort. Das nahm Große zum Anlass und bewegte seinen Bagger an eine Stelle des Grenzzaunes, wo er den Ausleger über den mit Selbstschussanlagen gesicherten Zaun legen konnte. Der Flüchtling kletterte auf die Schaufel und sprang ins Niemandsland. Er versuchte über eine steile Böschung dort hin zu gelangen, wo ein rot-weißer hessischer Grenzpfahl stand und der BGS wartete. Die zurückgekehrten Grenzsoldaten bemerkten den Flüchtenden. Warnschüssen folgte danach gezieltes Feuer aus den Kalaschnikows. Heinz-Josef Große wurde tödlich verletzt. Heute erinnert ein schlichtes Kreuz aus Birkenholz an einen Menschen, der von Deutschland nach Deutschland gehen wollte.

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